ort: siem reap
wetter: sonnig, 40 grad
wir hatten halbwegs glueck, wir bekamen im bus von vientiane nach pakse plaetze zugeteilt, auf welchen wir doch tatsaechlich so etwas wie liegen konnten (hier war ich mal wieder froh um meine kurzen beine…). jedoch lagen neben uns zwei damen amerikanischer herkunft, die in ihrem redefluss einfach nicht zu bremsen waren und in ihrer lautstaerke den gesamten bus unterhielten. irgenwann kam der sandmann dann auch bei ihnen noch vorbei. weniger als mehr erholt kamen wir in pakse an. pakse an sich hat nicht wirklich viel zu bieten, die umgebung jedoch ist uebersaet von kaffee- und teeplantagen. auf einem roller wollten wir uns dies ansehen, wurden leider von einem gewitter ueberrascht, so dass wir nicht viel davon sahen.
ein paar kilometer weiter suedlich von pakse liegen die 4000 islands, ein haufen kleiner inseln, im mekong verteilt. ausser einer traumhaften landschaft lebt hier ein einzigartiges tier, das wir natuerlich sehen wollten. don det hiess also unser letzter stop in laos. mit einem fahrrad erkundeten wir die kleine insel (auf der es seit zehn jahren strom gibt) sowie die nachbarsinsel, don khon. total verschwitzt erreichten wir den untersten zipfel der kleinen insel. auf einem longtail-boot machten wir uns auf die suche nach den einzigartigen suesswasserdelphine (irrawaddy), von denen es laut wwf in laos noch etwa 30 stueck gibt und in kambodscha deren 70. nach kurzer zeit tauchten sie tatsaechlich auf. ein highlight, diese kreaturen noch lebend zu sehen.
nun hiess es, laos adieu zu sagen, auf in neue abenteuer. mit der faehre gings um 8 uhr morgens zurueck aufs festland, von dort mit dem bus bis zur kambodschanischen grenze. die laoten wollten erst mal zwei dollar fuer den ausreisestempel, danach durften wir mit unserem gepaeck ueber die grenze gehen, dann knoepften sie uns einen dollar fuers fieber messen ab und zum schluss nochmals einen dollar fuer den einreisestempel, herzlich willkommen in kambodscha. bis alle von unserem bus das ganze prozedere hinter sich gebracht hatten, dauerte es bestimmt eine stunde. danach waeren wir eigentlich abfahrbereit gewesen. aber unser busfahrer nicht. der wollte erst mal schlafen. gute zwei stunden durften wir in der hitze darauf warten, bis der fahrer sich bequemte, endlich loszufahren. da war uns schon klar, dass wir nie und nimmer um 22 uhr in siem reap sein wuerden. irgendwann meinte einer, wenn wir drei dollar mehr zahlen wuerden, koennten wir einen schnelleren bus nehmen, unser bus waere erst gegen halb zwei uhr in siem reap, der andere um zehn uhr. das klingt ja verlockend, nicht? dachten sich auch alle anderen touris, die nach siem reap wollten und bezahlten die drei dollar. wann wir in siem reap angekommen sind? um ein uhr nachts. gluecklicherweise wurde einer geschickt, der von skuon bis nach siem reap im bus mitfuhr und ein guesthouse wusste, welches billig ist und noch offen hat. der busbahnhof in siem reap: dunkel, klein. es hatte gerade mal genug tuktuks fuer alle touris. und der eine oder andere ahnt: sie alle wollten uns zum selben guesthouse bringen. wir, total erschoepft, nach schlaf lechzend, liessen dies mehr oder weniger mit uns geschehen und fielen im guesthouse der tuktuk/guesthouse-mafia ins bett. ja, wir sind in kambodscha angekommen.
als erstes checkten wir am naechsten morgen aus. natuerlich wollten sie uns ein anderes guesthouse empfehlen. nur durch eine notluege sind wir entkommen. was aber macht man in siem reap? sich einen traum erfuellen und einmal im leben vor den tempeln von angkor wat stehen (nochmals ganz herzlichen dank an die sponsorin dieses einmaligen erlebnisses, danke simone!). es war wirklich ueberwaeltigend, vor diesem meisterwerk der baukunst zu stehen, ein unglaublicher anblick.
um mal wieder etwas gutes zu tun, beschlossen wir, im kinderkrankenhaus von beat richner, im kantha bopha, blut spenden zu gehen. neben einem sack voller geschenke (t-shirt, crakcer, kleber, flyer) bekamen wir eisen- und multivitamintabletten fuer sieben tage, eine cola und sie wollten noch ein foto von uns schiessen.
da wir ein ticket fuer drei tage angkor geloest hatten, ging die fahrt am naechsten tag wieder zu den tempeln. was uns beide wirklich ziemlich sprachlos hat dastehen lassen, waren die tempel von angkor thom(bayon) und dem von baeumen ueberwachsenen ta prohm. morgen werden wir uns noch banteay srei ansehen, danach brauchen wir mal eine tempel-pause. wir sind auf jeden fall sehr gespannt darauf, was uns hier in kambodscha noch alles erwartet.
wir melden uns wieder mit neuen abenteuern. bis dahin hinterlassen wir euch liebe gruesse
angkor und thom



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