ort: kampot
wetter: die hitze haelt an
nach der sehr eindruecklichen und interessanten zeit in battambang verabschieden wir uns von coco und fahren weiter, richtung hoellenschlund, besser bekannt unter dem namen phnom penh. die hauptstadt kambodschas gilt als kriminell, als gefaehrlich, als fuer touristen sehr unsichere stadt, als stadt, in der man um sein leben bangen muss. taschen werden von mopedfahrern geklaut, weisse werden in der nacht mit messern bedroht und ausgeraubt und schlimmeres. ziemlich gespannt kommen wir an. was uns hier wohl alles zustossen wird? werden wir hier wieder heil raus kommen?
wir sahen in phnom penh dann tatsaechlich dem teufel ins gesicht, in die tiefsten abgruende der menschheit hinein. da wir uns seit der ankunft in kambodscha mit der geschichte des landes auseinandergesetzt haben, wollen wir uns hier auch zwei orte des schreckens ansehen: die killing fields und das s-21. auf den killing fields fand man nach der entmachtung pol pots unzaehlige massengraeber, hier wurden tausende von menschen zu tode gefoltert. heute steht hier eine gedaechtnis-stupa, in welchem die gefundenen schaedel, knochen und kleider zur erinnerung aufbewahrt werden. das s-21 war frueher einmal eine schule, unter der regierung pol pots wurde es zu einem gefaengnis umfunktioniert, in welchem menschen ebenfalls gefoltert und zu tode gequaelt wurden. dank der unertraeglichen hitze, der unglaublichen grausamkeit dieser orte und der omnipraesenz von weissen sexgrueseln verliessen wir phnom penh ziemlich schnell wieder.
kampot. eine kleine stadt an einem fluss mit alten franzoesischen villen. dies war unser naechster stop. in der naehe von kampot liegt auch der bokor nationalpark. diesen haben wir aber aufgrund der hitze, ja, wegen der hitze, nicht besucht. man haette naemlich mindestens vier stunden gehen muessen. und das bei etwa 38 grad. also, das rechtfertigt unsere entscheidung. dafuer haben wir uns eine pfefferplantage, ein fischerdorf, eine salzgewinnungsanlage und die kleine stadt kep angesehen. und wir haben uns wiederholt von blinden menschen massieren lassen. dies tat nicht nur unseren vom schweren rucksack tragenden ruecken gut, sondern erhaelt auch die arbeitsplaetze der blinden masseure.
tropisch wurde es dann auf koh tonsay, besser bekannt unter dem namen rabbit island. die kleine insel liegt ein paar kilometer suedlich von kep und beherbergt alles, was wir uns unter tropischem paradies vorstellen: kleine bungalows, klares wasser (das haette statt 28 grad gerne 23 grad sein duerfen), palmenkletterer und: fast keine touristen. wir waren umgeben von einheimischen, die alle als erstes eine haengematte aufspannten (wichtigstes utensil der kambodschaner). ja, hier koennte man es aushalten. wenn man das mag. uns wurde es nach ein paar stunden zu langweilig. deshalb machten wir uns auf in ein neues abenteuer, auf in ein neues land. wohin? davon gibts beim naechsten mal mehr.
schwitzige gruesse (es gibt also orte auf dieser welt, an denen es nicht 8 grad kalt ist und nur regnet…)
lady und mister



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