ort: taman negara nationalpark, malaysia
wetter: vielleicht 30 grad, oder 32
natuerlich konnten wir vietnam nicht verlassen, ohne uns in die heimische kueche einfuehren zu lassen. bei einem kochkurs erlernten wir das zubereiten von papayasalat (in asien gibts leckere gruene papayas) und vegetarischem pho, einem nationalgericht der vietnamesen. wie bei den anderen beiden kochkursen fehlte auch dieses mal der besuch auf dem markt nicht.
wwf, greenpeace, pro juventute, medecins sans frontieres. viele von uns spenden jaehrlich einen betrag an eine ngo. was aber mit dem geld wirklich geschieht, davon bekommen wir schlussendlich fast nichts mit. in hanoi bekamen wir einmal die gelegenheit, uns vor ort anzusehen, was wirklich mit spendengeldern geschieht (oder zumindest mit einem teil davon). simon erkundigte sich bei green cross, ob es die moeglichkeit gaebe zu erfahren, wohin “sein” gespendetes geld fliesst. wir wurden daraufhin ins vietcot spital eingeladen. greencross unterstuetzt seit vielen jahren das vietcot, wo prothesen und orthesen fuer agent orange opfer hergestellt und angepasst werden. noch immer werden in ganz vietnam menschen mit koerperlichen behinderungen aufgrund von agent orange geboren. diese koennen sich dann bei einem zentrum des vietcot melden (es gibt mehrere in vietnam) und erhalten gratis eine prothese oder orthese. ein sehr interessanter besuch.
mit airasia hoben wir nach vier wochen ab, richtung malaysia. erster halt dort war kuala lumpur. wimmelte es in hanoi noch von millionen hupender motorroller, waren wir in kuala lumpur von den neuesten autos aller marken umgeben. auch die strassenverkaeufer waren ploetzlich weg, ersetzt durch kentucky fried chicken, burger king und mc donalds. trotz der vielen wolkenkratzer und der riesigen shoppingzentren, kl hat sich uns von seiner schoensten seite gezeigt. natuerlich haben wir die petronas towers besucht (auf der bruecke waren wir nicht, kamen zu spaet) und auch den kuala lumpur tower, wo wir im angrenzenden stueck regenwald noch auf eine schlange und ein paar affen trafen. daneben konnte ich mal wieder ausgiebig shoppen.
nachdem wir mehr oder weniger alle sehenswuerdigkeiten kuala lumpurs abgeklappert hatten, zogs uns weiter richtung berge. die cameron highlands sind vor allem bekannt wegen der riesigen teeplantagen. daneben waechst hier vor allem eines: erdbeeren. so kann man sich hier neben essbaren erdbeeren in allen moeglichen variationen auch mit erdbeerischen souvenirs eindecken. von pluescherdbeeren ueber schluesselanhaenger bis zu ohrenwaermer gibt es alles was das erdbeeri herz sich nur vorstellen kann. natuerlich durfte ein besuch auf einer teeplantage nicht fehlen, inklusive fuehrung durch die fabrik. ebenso bekamen wir hier die groesste blume der erde zu gesicht, die rafflesia. in einem orang asli dorf (ureinwohner malaysias) uebten wir uns zudem im blasrohr schiessen.
nach den kuehleren temperaturen in den cameron highlands gings mit dem bus wieder zurueck in die hitze, in den aeltesten regenwald der welt: den TAMAN NEGARA. per boot wurden wir flussaufwaerts bis nach kuala tahan gefahren, quasi dem eingang zum nationalpark. bereits am ersten abend nach der ankunft begaben wir uns mit einem guide auf eine nachtsafari durch den dschungel. die geraeuschkulisse war ueberwaeltigend. an diesem abend zeigten sich uns skorpione, sticky insects, riesige heuguemper und wild.
am naechsten morgen machten wir uns auf den weg zur laengsten haengebruecke der welt: dem canopy walkway. die ueber 500 meter lange bruecke (nur 280 meter waren offen, rest wird renoviert) fuehrt teilweise ueber 45 meter hoehe durch die baumwipfel. ich war nicht die einzige, die froh war, wieder festen boden unter den fuessen zu haben. danach erklommen wir einen huegel, von welchem wir einen wunderbaren blick ueber den taman negara hatten. heute zeigten sich uns viele verschiedene voegel, nager und zwei grosse warane. abends versuchten wir unser glueck nochmals von einem hochstand aus. immerhin eine schlange und wild.
nun, wer seit mehr als fuenf monaten auf ein richtiges abenteuererlebnis unsererseits wartet, hier kommt es. mit dem schiff machten wir uns mit zwei japanern frischfroehlich auf den weg durch den dschungel, um von einer huette aus zurueck zum dorf gehen zu koennen. erst sahen wir uns noch einen wasserfall an. die japaner blieben dort und wollten mit dem schiff zurueck ins dorf. simon und ich begaben uns auf den ca. 8.5kilometer langen weg. wir kamen aber nur gerade etwa 150meter weit. da rutschte uns beiden das herz in die hose. irgendwo neben uns im dickicht des dschungels ertoente ein dermassen furchteinfloessendes knurren eines malaischen tigers, dass wir die beine in die haende nahmen und so schnell als moeglich zurueck zum fluss rannten. zum glueck war unser boot noch da! nein, wir haben den tiger nicht gesehen (wir sind uns nicht sicher, ob wir darueber nun froh oder ungluecklich sein sollen, tendieren aber zu ersterem…), aber gehoert, und nein, wir haben kein foto gemacht, ihn auch nicht gestreichelt oder mit ihm gespielt. aber dieses erlebnis ging uns beiden durch mark und bein.
die letzte station auf der malaiischen halbinsel wird morgen angesteuert: melaka. nein, da gibt es ganz sicher keine tiger. ab montag werden wir uns noch ein wenig in singapur umsehen, bevor wir am donnerstag fuer eine nacht nach bangkok zurueck kehren und von dort am freitag ueber dubai nach hause fliegen. ankunftszeit in kloten: 20.45 uhr.
wir schicken euch etwas malaiische sonne,untermalt von tigergebruell, gruessen euch ganz lieb und: wir freuen uns auf euch! bis bald
die tigerkaempfer



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