ort: hoi an
wetter: die hitze hat uns wieder
also, als erstes mal ein ratespiel: wieviele personen haben in einem bus mit 16 sitzen platz?
die zeit in der metropole saigon verbrachten wir vorwiegend mit regem austausch mit mel und stef und sehr wenig sightseeing. einmal liessen wir uns zu einer tour durch die stadt, auf einem roller, ueberreden. ein erlebnis war das schon, mitzuerleben, wie die beiden uns durch die abertausenden von rollern sicher rumkutschierten. fuer einen aussenstehenden mag dieser verkehr ziemlich chaotisch wirken, aber die haben irgendwie ihr ganz eigenes system im strassenverkehr. am sonntag verabschiedeten wir uns dann von mel und stef, die beiden sind mit einer alten russischen minsk irgendwo in asien unterwegs. an dieser stelle nochmals ganz herzlichen dank fuer die super tipps von euch und passt auf euch auf!
wir entschieden uns gegen strand und meer und fuer zentrales hochland. unser erster stopp im hochland: dalat. dalat ist bekannt fuer seine eher verrueckten sehenswuerdigkeiten, fuer kaffeeplantagen und fuer kuehleres klima. wie war das schoen, endlich mal wieder ohne klimaanlage zu schlafen, nicht zwei mal taeglich kleider wechseln zu muessen und abends auch mal wieder einen duennen pulli zu tragen (so hatten wir die nicht umsonst mitgeschleppt). am ersten tag liessen wir uns von zwei easyridern fuer eine eintaegige tour durch die umgebung von dalat ueberreden. die easyrider sind eine gruppe von motorradfahrern, welche die touris durch die gegend fahren und dabei noch einiges ueber land und leute erzaehlen. mittlerweile gibt es in dalat unzaehlige agenturen, welche ungefaher dasselbe anbieten. die beiden brachten uns zu pagoden, zeigten uns eine pilzfarm, kaffeeplantagen, eine seidenfabrik, eine nudelfabrik, das crazy house und den alten bahnhof von dalat. die tour war insgesamt sehr lehrreich, doch die beiden versuchten den ganzen tag ueber, uns zu einer fuenftaegigen tour bis nach hoi an zu ueberreden. als wir dann unser busticket vor ihren augen kauften, wurden sie etwas sauer aber liessen uns endlich in ruhe.
tags darauf bewegten wir uns mal wieder auf unseren eigenen fuessen, wir gingen trekken. durch pinienwaelder und dschungel fuehrte uns unsere tour auf einen huegel, von welchem wir eine tolle aussicht auf dalat und die gesamte umgebung hatten.
von dalat aus gings mit einem minivan weiter nach buon ma thout. wie schon im bus von saigon nach dalat waren wir die einzigen touristen im bus. in buon ma thout gibts einen grossen wasserfall, den wir uns eigentlich ansehen wollten, doch aufgrund der verspaetung des buses reichte uns die zeit dafuer nicht mehr. so besichtigten wir eingehend den markt von buon ma thout und schlenderten noch etwas in der stadt herum.
eigentlich wollten wir von buon ma thout aus nach kon tum. laut reisebuero gibts dahin aber keinen direktbus, so dass wir erst mal bis nach pleiku fahren mussten. weiss jemand von euch, wie stinkfrucht riecht? als wir vom hotel abgeholt wurden, hatten wir angst, dass der eine mitfahrer mit seiner stinkfrucht ebenfalls nach kon tum will. zum glueck stieg er in einen anderen bus ein. aber was ist nun besser, eine kotzende frau im bus oder stinkfrucht? in pleiku angekommen, konnten wir gleich umsteigen in einen kleinen vw bus, welcher uns nach kon tum brachte. nachdem wir im hotel eingecheckt hatten, liehen wir uns einen roller aus. zuerst besuchten wir ein kinderheim. von einem 11jaehrigen jungen wurden wir durch das heim gefuehrt, in welchem anscheinend etwa 40 kinder jeglichen alters leben (liebe gruesse an dieser stelle an buschki, marina, johanna, anja-maija). anwesende betreuerinnen an diesem tag haben wir etwa sechs gezaehlt fuer all die kinder. neben eigenen huehnern und schweinen, einem tschuttiplatz (wo simon sein koennen spaeter demonstrierte, jedoch verlor) und einem grossen gemuesegarten gibt es hier auch eine schule fuer die kinder. trotz enger platzverhaeltnisse und wahrscheinlich fehlendem heimkonzept haben die kinder einen sehr guten eindruck auf uns gemacht. die maedchen haben mir sogar ABBA vorgesungen, i have a dream (gruss an buschki). danach duesten wir durch die wunderschoene umgebung von kon tum, mit den kleinen doerfern rundherum, den reisfeldern und kaffeeplantagen.
dann kam die fahrt von kon tum nach danang (um nach hoi an zu kommen, mussten wir erst nach danang…). puenktlich erschienen wir am busbahnhof. wir wurden von den einheimischen erst mal eingehend betrachtet, jeder fummelte an unseren tattoos rum, zogen simon das tshirt hoch um sicher zu sein, dass er wirklich keine weiteren auf brust oder ruecken hat, wollten mit unseren ipods musik hoeren… nun, wieviele personen haben also in einem bus mit 16 sitzen platz? 16, in der schweiz, richtig. nicht aber in vietnam, neeeein, hier passen 29 leute in einen bus mit 16 sitzen rein, ja, 29!!! wie das gehen soll und wo die alle platz haben, wollt ihr gar nicht wissen. so war dann auch die busfahrt unendlich lange, es war heiss, eng, stickig. zudem verfolgte uns das kotz-glueck: eine mutter stopfte ihren pummeligen sohn erst mit kaugummis, streichwuersten und crackers voll, nur damit er kurze zeit spaeter alles wieder hergeben konnte. dann fenster auf und volle tuete raus. toll. zwei mal wurden wir noch von der polizei angehalten und mit ein bisschen schmiergeld kamen auch alle 29 passagiere in danang an. ja, so eine busfahrt hier in vietnam, die ist lustig. natuerlich waren wir die einzigen touristen. eben: willst du was erleben, dann komm nach vietnam.
total erschoepft brachte uns der local bus am selben tag noch nach hoi an. diese schoene kleine stadt kann einen finanziell ja richtig in den ruin treiben (spenden werden nach wie vor sehr gerne entgegen genommen). in den strassen reihen sich schneiderei an schneiderei, ein kleid ist schoener als das andere. klar haben wir einige dinge in auftrag gegeben, hier kommt man einfach nicht daran vorbei. sogar schuhe, taschen, unterwaesche, einfach alles wuerden sie hier einem auf den leib schneidern, ein wahres (frauen-)paradies! neu eingekleidet heisst unser naechstes ziel dann hue, die alte kaiserstadt.
neue fotos gibt es bald wieder. bis dahin hinterlassen wir ganz herzliche, heisse, sonnige gruesse.
das tapfere schneiderlein und sein helferlein
p.s. wir haben weiterhin kein zugriff auf unseren facebook-account
pps. antwort an buschki: klar komm ich mit dir mit im august (hab ja jetzt ein neues kleid…)



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